Ein Softwarehaus aus Hamburg hat im August 2024 angefangen. Ihre Produktseiten waren vollgestopft mit Keywords wie „beste Lösung" und „führende Plattform". Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 42 Sekunden. Niemand hat die Seite gescrollt. Nach der Überarbeitung sehen die gleichen Seiten völlig anders aus. Konkrete Anwendungsfälle statt leerer Versprechen. Ein Beispiel: Statt „Optimieren Sie Ihre Workflows" steht jetzt „Reduziert manuelle Dateneingabe von durchschnittlich 3 Stunden auf 20 Minuten pro Tag". Die Verweildauer ist auf 2 Minuten 18 Sekunden gestiegen.
Ein Beratungsunternehmen aus München hatte das klassische Problem: Texte, die für Google geschrieben wurden, nicht für Menschen. Keyword-Dichte 3,2%. Sätze wie „Unsere Beratungsleistungen im Bereich der digitalen Transformation ermöglichen es Unternehmen, strategische Vorteile zu nutzen." Nach drei Monaten sehen die Seiten aus, als hätte ein echter Mensch sie geschrieben. „Wir helfen Produktionsfirmen, ihre Lagerverwaltung zu digitalisieren. Das spart im Schnitt 180.000 Euro jährlich." Die organischen Anfragen sind von 4 auf 23 pro Monat gestiegen.
Das dritte Beispiel kommt aus dem E-Commerce. Ein Großhändler für Bürobedarf hatte Produktbeschreibungen, die alle gleich klangen. „Hochwertiger Bürostuhl für professionelle Ansprüche." Wenig hilfreich, wenn man wissen will, ob der Stuhl für achtstündige Arbeitstage taugt. Die überarbeiteten Texte beantworten echte Fragen: Sitzhöhe verstellbar von 42 bis 54 cm, Lordosenstütze in drei Positionen, Bezug maschinenwaschbar. Die Conversion-Rate dieser Produkte hat sich von 1,8% auf 4,1% mehr als verdoppelt.
Was alle drei gemeinsam haben: Sie haben aufgehört, für Suchmaschinen zu schreiben und angefangen, Fragen zu beantworten. Die SEO-Ergebnisse kamen dann von selbst, weil Google mittlerweile ziemlich gut darin ist, nützliche Inhalte zu erkennen. Rankings haben sich zwischen Position 47 und Position 8 verbessert, aber wichtiger sind die echten Anfragen.