Eine Steuerberatung aus Berlin hatte vorher typische Fließtexte: 800 Wörter über „moderne Buchhaltung" ohne einen einzigen konkreten Nutzen. Die Seite rankte auf Position 34 für ihr Hauptkeyword. Niemand hat die Firma über organische Suche gefunden. Nach der Umstellung beschreiben die gleichen 800 Wörter spezifische Situationen: „Sie haben drei Geschäftskonten und verlieren den Überblick? Wir konsolidieren die Buchführung so, dass Sie einmal im Monat einen 2-Seiten-Report bekommen." Die Seite ist auf Position 9 gerutscht, und sie bekommen jetzt 12 qualifizierte Anfragen pro Monat statt vorher zwei.
Ein Online-Shop für Laborausrüstung hatte das Problem, dass ihre Produkttexte aus Herstellerangaben bestanden. Technische Daten ohne Kontext. „Zentrifuge XR-4000, Drehzahl bis 15.000 U/min, Fassungsvermögen 4x100ml." Klingt beeindruckend, aber wofür genau? Die neuen Texte erklären Anwendungsfälle: „Trennt DNA-Proben in unter 12 Minuten, funktioniert auch bei kleinen Mengen ab 0,5ml. Besonders für Universitätslabore geeignet, die mit begrenzten Probengrößen arbeiten." Die durchschnittliche Bestellgröße ist von 340 Euro auf 890 Euro gestiegen, weil Kunden jetzt genau wissen, was sie brauchen.
Ein Maschinenbauunternehmen aus Stuttgart hat ihre Case-Study-Seite überarbeitet. Vorher: „Erfolgreiche Implementierung unserer Automatisierungslösung bei führendem Automobilzulieferer." Nachher: „Roboterarm ersetzt manuelle Qualitätskontrolle bei Getriebegehäusen. Prüfzeit von 8 Minuten auf 90 Sekunden reduziert, Ausschussquote von 2,3% auf 0,4% gesunken." Die Seite generiert jetzt 6 bis 8 Anfragen pro Monat von ähnlichen Produktionsfirmen.
Der gemeinsame Nenner: Weg von abstrakten Versprechen, hin zu messbaren Ergebnissen. Die Texte sind nicht unbedingt länger geworden, aber deutlich spezifischer. Google scheint das zu mögen, aber wichtiger ist, dass echte Interessenten endlich verstehen, was diese Firmen eigentlich machen.