Ein Ingenieurbüro aus Düsseldorf hatte Leistungsseiten voller technischer Fachbegriffe ohne Erklärung. „Statische Berechnung nach DIN EN 1990 mit probabilistischen Sicherheitskonzepten." Das versteht vielleicht ein Bauingenieur, aber nicht der Geschäftsführer einer Bauträgerfirma, der einen Statiker sucht. Die neuen Texte übersetzen das: „Wir berechnen, ob Ihr Gebäude die geplanten Lasten trägt. Bei einem dreistöckigen Bürogebäude dauert die statische Prüfung etwa 8 Arbeitstage, Kosten zwischen 4.500 und 7.200 Euro je nach Komplexität." Die qualifizierten Anfragen sind von 3 auf 14 pro Monat gestiegen.
Ein Druckerei-Betrieb aus Leipzig hatte Produktseiten, die alle nach dem gleichen Schema funktionierten: „Hochwertige Flyer in brillanter Druckqualität." Die Kunden wollten aber wissen, wie schnell sie ihre Flyer bekommen und was das kostet. Nach der Überarbeitung steht dort: „1.000 Flyer DIN A5, beidseitig vierfarbig, Lieferung in 3 Werktagen: 187 Euro. Express in 24 Stunden: 289 Euro." Die Bestellungen über die Website sind um 156% gestiegen, weil Kunden jetzt direkt entscheiden können.
Ein Personalberatung aus Hamburg hatte ihre Case Studies hinter vagen Beschreibungen versteckt. „Erfolgreiche Besetzung einer Führungsposition im Mittelstand." Die überarbeitete Version wird konkret: „CFO-Position bei Maschinenbaufirma mit 120 Mitarbeitern. Suchzeit 7 Wochen, 43 Bewerbungen gesichtet, 6 Kandidaten interviewt, erfolgreiche Besetzung zum Wunschtermin. Honorar: 28% vom Bruttojahresgehalt." Die Anfragen von mittelständischen Unternehmen haben sich verdoppelt, weil die Erwartungen jetzt klar sind.
Was bei allen drei funktioniert hat: Sie haben aufgehört, ihre Leistungen zu beschreiben, und angefangen, konkrete Ergebnisse zu zeigen. Mit Zahlen, Zeitangaben, Preisen. Das verbessert nicht nur Rankings, sondern vor allem die Qualität der Kundenbeziehungen. Weniger Rückfragen, weniger Missverständnisse, mehr Abschlüsse.